Russisch-deutsche Schülergruppe der Oberstufe besuchte das Antivirus-Unternehmen
Am 31. August hat Kaspersky Lab im Rahmen der Bildungsinitiative "Kaspersky-Schule" einen Tag der offenen Tür durchgeführt. Auf Einladung von Kaspersky Lab Moskau und der Niederlassung in Deutschland nahmen 30 Schüler der Moskauer Schule Nr. 1060 und der Freien Waldorfschule Bremen an der Veranstaltung teil.
Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten. Die Jugendlichen lernten die Struktur des Unternehmens sowie der einzelnen Bereiche kennen. Besonderen Eindruck hinterließ das Virenlabor, wo der Leiter Stanislav Shevchenko über die Arbeit seines Teams berichtete und den Schülern die Prozesse bei der Analyse eines Virus-Codes in Echtzeit näherbrachte. Die Analyse der Schadcodes erfolgt rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, ohne Feiertage und Wochenenden. In einer Schicht bearbeitet ein Virus-Analytiker über 150 verdächtige Dateien, insgesamt umfasst die Kaspersky-Antiviren-Datenbank heute über 200 000 Einträge von Schadprogrammen.

Auch das Spam-Labor stieß bei den Schülern auf Interesse. Laut Anna Vlasova, Chefin der Spam-Analytiker bei Kaspersky Lab, analysiert das 16 Mann starke Team pro Tag ca. 600 000 Spam-Mails und ergänzt die Datenbank um bis zu 1200 neue Spam-Anti-Spam-Signaturen. "Spam-Versand ist ein richtiges Geschäft geworden und die Spam-Autoren erstellen immer ausgeklügeltere Methoden, um die Antispam-Filter zu umgehen. Natürlich werden zum Sammeln und Analysieren solcher Mengen von Spam neben menschlicher Arbeit auch automatisierte Programme genutzt, die wir stets weiterentwickeln", so Anna Vlasova.
Die Abteilung Technischer Support, die ebenfalls 24/7 arbeitet, war die nächste Haltestelle des Rundgangs. "Hier werden verschiedene Kundengruppen betreut Heimanwender, Partner und Großkunden - und das in vier Sprachen" erzählte Natalya Klimenkova, Koordinatorin für technische Bildung bei Kaspersky Lab.
Der Rundgang endete im Schulungsraum des Unternehmens. Die Jugendlichen sahen eine Film über die Geschichte von Kaspersky Lab sowie eine eigens für die Schüler erstellte Präsentation zum Thema moderne Computer-Bedrohungen und Schutzmethoden. Nach seiner Präsentation beantwortete Stanislav Shevchenko die Fragen der Schüler und schlug vor, ein gemeinsames Schülerprojekt zu initiieren.
Letzter Programmpunkt am Tag der offenen Tür war ein Kennenlernen des Leiters der Antiviren-Forschung, Eugene Kaspersky, sowie eine Fotosession mit ihm.
Nach der Veranstaltung tauschten die Jugendlichen ihre Eindrücke aus und beantworteten einige Fragen. So erfuhren wir, dass der PC im Leben der Schüler einen wichtigen Platz einnimmt. Sowohl die russischen als auch die deutschen Schüler waren sich einig darüber, dass sie am Tag mindestens eineinhalb bis zwei Stunden vor dem Computer verbringen. Sie berichteten weiterhin über ihre bisherigen Erfahrungen mit Schadprogrammen, und dass sie die Computerbedrohungen nicht nur vom Hörensagen kennen. Dabei beunruhigt sie am meisten, dass die Schadprogramme durchaus dazu in der Lage sind, wichtige Dokumente wie zum Beispiel Schulreferate zu vernichten.
"Der Besuch des russischen Unternehmens Kaspersky Lab gehörte zu den besten Programmpunkten des gesamten Moskau-Besuches", waren sich die Gäste aus Bremen einig.