Was ist ein Web-Filter? | Web-Filter – Definition | Kaspersky Lab

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Was ist ein Web-Filter?

Was ist ein Web-Filter?

Bei einem Web-Filter, der allgemein als „Software zur Kontrolle von Inhalten“ bezeichnet wird, handelt es sich um Software, die den Zugang zu Websites beschränkt, die ein Benutzer auf seinem Computer besuchen kann. Diese Filter können auf einer Whitelist oder einer Blacklist beruhen: Erstere erlaubt den Zugriff auf Websites, die von der Person, die den Filter eingerichtet hat, konkret ausgewählt wurden. Letztere unterbindet den Zugriff auf nicht erwünschte Websites, die durch die im Filter installierten Standards definiert werden. Diese Programme prüfen die URL der gewünschten Website, durchsuchen den Inhalt der Website nach Schlüsselwörtern mit Einschränkungen und entscheiden dann, ob die Verbindung blockiert oder zugelassen wird. Filter werden oft als Browsererweiterung, als eigenständiges Computerprogramm oder als Teil einer gesamten Sicherheitslösung installiert. Sie können jedoch auch auf Netzwerkseite entweder vom Internetdienstanbieter oder von einem Unternehmen installiert werden, um den Webzugriff mehrerer Benutzer gleichzeitig zu beschränken. Einige Suchmaschinen bieten zudem rudimentäre Filter, um nicht erwünschte Seiten aus den Suchergebnissen zu entfernen.

Filtersoftware

Für Web-Filter-Software gibt es hauptsächlich zwei Kundengruppen: Eltern, die nicht möchten, dass ihre Kinder auf Inhalte zugreifen, die sie als unerwünscht oder ungeeignet erachten, und Unternehmen, die ihre Mitarbeiter daran hindern möchten, auf Websites zuzugreifen, die nicht ihre Arbeit betreffen. Web-Filter werden im Allgemeinen auch als Präventivmaßnahme gegen Schadsoftware genutzt, da die Filter den Zugriff auf Websites blockieren, die häufig Schadsoftware hosten, z. B. Websites im Zusammenhang mit Pornografie oder Glücksspielen. Die fortschrittlichsten Filter können sogar ausgehende Informationen blockieren, die über das Internet gesendet werden sollen, um sicherzustellen, dass keine sensiblen Daten freigegeben werden.

Es bestehen Möglichkeiten, die Web-Filter-Software zu umgehen, z. B. durch die Verwendung eines Web-basierten Proxy-Servers, die Nutzung fremdsprachlicher Websites oder die Erstellung einer VPN-Verbindung zu einem privaten Proxy-Server. Wegen dieser Schlupflöcher müssen Netzwerkadministratoren oder besorgte Eltern sicherstellen, dass die von ihnen ausgewählten Filter mehr können, als nur den Zugriff auf bestimmte Websites zu blockieren oder zu erlauben.


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