Der Hintergrundartikel von Virenanalyst Christian Funk beschäftigt sich unter anderem mit den folgenden Inhalten:
- Internetkriminelle versuchen (unerfahrene) Internet-Anwender mittels Spam-Mails (89 Prozent aller E-Mails), Phishing oder Scareware in die Falle zu locken.
- Das Web 2.0 bietet Internetkriminellen neue Möglichkeiten, um an Daten und Geld zu kommen. Dabei werden vor allem soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter missbraucht.
- Neben einer aktuellen Antiviren-Software ist die Anwendung des gesunden Menschenverstands der beste Schutz vor aktuellen Internetgefahren.
Der Autor geht auf einige traditionelle und neue Betrugsmethoden ein, um im Anschluss wichtige Tipps zu geben, wie Internet-Anwender ihre Daten und ihr Geld schützen können.
Die klassische E-Mail-Bedrohung an sich ist die Spam-E-Mail, an die schädliche Dateien angehängt sind oder in der auf Webseiten verlinkt wird, die mit bösartigen Programmen infiziert sind. Unabhängig vom inhaltlichen Reiz einer Spam-Mail, sollten solche E-Mails ungelesen gelöscht werden. Phishing ist eine weitere bekannte Betrugsmethode: Hier werden E-Mails beziehungsweise Webseiten von Banken, Finanzinstitutionen, Online-Bezahlsystemen und –Auktionsseiten imitiert, um Daten und somit Geld von Kunden dieser Dienste zu stehlen. Um sich vor Phishing zu schützen, hilft das Einhalten einer einfachen Regel: Unter keinen Umständen persönliche Daten auf einer Webseite eingeben, zu der ein Link in einer E-Mail-Nachricht geführt hat. Selbst wenn die E-Mail seriös erscheint, sollte die Nachricht beim betreffenden Unternehmen direkt überprüft werden.
Danach vermittelt Christian Funk einen Eindruck davon, wie Geldwäsche im Internet praktiziert wird, indem vor allem "frischgebackene" Internetnutzer in Geldtransfers zu Konten von Internetkriminellen verwickelt werden können. Eine neue, beliebte Methode, um Anwender in die Falle zu locken, ist der Einsatz so genannter Scareware – ein Trick, beim dem Nutzer dazu genötigt werden, ein gefälschtes Sicherheitsprogramm herunter zu laden, um angeblich auf dem Rechner gefundene Schadprogramme entfernen zu können. In Wirklichkeit gibt es überhaupt keine Infektion. Die Folge: Möglicherweise gibt das Opfer nicht nur unnötig Geld für den Download der gefälschten Software aus, sondern lädt sich zu allem Übel noch ein Programm auf seinen Rechner, das mit Schadsoftware verknüpft ist.
Auch das Web 2.0 bietet Cyberkriminellen vielfältige Möglichkeiten. So werden Internet-Anwender beispielsweise getäuscht, indem sie aufgefordert werden, Geld für einen sich vermeintlich in Gefahr befindlichen Freund zu überweisen. Vorsichtig sollte man auch bei verkürzten URLs sein, die in Twitter-Nachrichten enthalten sind, da diese mittlerweile häufig auf manipulierte Webseiten führen. Ebenfalls Vorsicht ist bei der Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken geboten. Denn der Download von Musik, Filmen oder PC-Spielen kann immer auch mit dem Herunterladen von Schadprogrammen verbunden sein. Der wichtigste Tipp des Autors: Internet-Anwender sollten immer ihren gesunden Menschenverstand walten lassen, wenn sie im Internet surfen. Eine gesunde Dosis Skepsis schützt am ehesten vor Tricks und Betrügereien. Eine adäquate Sicherheitslösung in Kombination mit aktueller Software erledigt dann den Rest.
Die vollständige Version der Analyse ist unter www.viruslist.de verfügbar.