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Welche Arten von Viren gibt es?
Viren kommen in unterschiedlicher Form vor. Meist gelangt die Schadsoftware, auch Malware genannt, über das Internet auf Ihren Rechner. Malware wird nach den typischen Verhaltensmustern der Viren unterschieden.
Programm- oder Dateiviren verstecken sich häufig in Anwendungen mit der Endung .exe. Viren dieser Art werden beim Start befallener Software aktiviert. Diese Vorgänge bleiben meist vom Nutzer unbemerkt. Virenscanner erkennen fehlerhafte Programme jedoch zuverlässig.
Makroviren befallen dagegen einzelne Dokumente. Besonders Word- und Excel-Dateien, aber auch Word- oder Excelvorlagen sind davon betroffen. Durch die weite Verbreitung dieser Dokumente ist das Schadenspotential hier besonders hoch.
Trojaner oder Trojanische Pferde sind Malware, die sich in Anwendungen versteckt und zusammen mit diesen auf Ihren Rechner gelangt. Während Ihr System diese Anwendungen ausführt (etwa Ihre Festplatte bereinigt), wird auch ein Schadprogramm, das über den Trojaner in Ihr System gelangte, aktiv.
Würmer verbreiten sich selbständig in Netzwerken. Im Internet geschieht dies in aller Regel über E-Mail-Anhänge. Der aktivierte Virus verschickt sich an die in Ihrem Outlook-Adressbuch gespeicherten Kontakte. So kommt es zu einer lawinenartigen Ausbreitung der Malware.
Welche Schäden können Viren auf meinem Rechner verursachen?
Viren bedrohen die Stabilität Ihres Rechners oder Netzwerks, aber auch die gesamte Internetsicherheit. Ohne den Einsatz zuverlässiger Antiviren Software kann es zu ernsthaften Schäden kommen.
Viren werden häufig erst nach einer gewissen Zeit auf Ihrem Computer aktiv. Auslöser für die Aktivität der Schadsoftware kann ein Datum (z.B. 01.01.2011) sein, aber auch die Verwendung bestimmter Tastenkombinationen.
Manche Viren bleiben folgenlos für die Internetsicherheit und Betriebsbereitschaft Ihres Rechners. Andere erzeugen unerwünschte Sounds oder Bildschirmsignale. Viele Viren verlangsamen aber auch die Rechenleistung, führen zu Systemabstürzen oder vernichten gar ganze Dateien oder Programme. Besonders gefährlich sind Viren, deren Ziel das Ausspionieren von Inhalten auf Ihrer Festplatte ist. Professionelle Antiviren Software schützt Ihre Passwörter und persönlichen Daten vor diesem unerwünschten Zugriff.
Welche Auffälligkeiten deuten auf eine Infektion meines Rechners hin?
Ohne den Einsatz von Antivirus Software ist es für Sie als Nutzer schwer, die Infektion Ihres Rechners fest zu stellen. Erst im Schadensfall, nach der Aktivierung der Malware, treten Symptome auf, die auf einen Befall hinweisen.
Software wird nicht mehr in der gewohnten Geschwindigkeit geladen oder ausgeführt. Sie erhalten unverständliche Fehlermeldungen. Dateien verschwinden oder können nicht mehr geöffnet werden. Der Arbeitsspeicher ist auf ein Mal zu klein. Die Laufwerke (Festplatte, CD-ROM) arbeiten scheinbar ohne Zweck. Ihr Rechner stürzt regelmäßig ab.
Spätestens beim Auftreten dieser Auffälligkeiten sollten Sie einen kompletten Systemcheck mit einer vertrauenswürdigen Antivirus Software durchführen. Versuchen Sie nicht, die Probleme eigenhändig durch Änderungen an der Systemstruktur oder das Löschen von Software und Dateien zu beheben. Dadurch können Sie Arbeitsfähigkeit Ihres Computers gefährden.
Wie gelangen Viren auf meinen Rechner?
Ohne ausreichenden Virenschutz gelangen Schadprogramme nahezu ungehindert vom Netzwerk Server oder aus dem Internet auf Ihren Rechner. Netzwerk und Mail Server sind besonders gefährdet und sollten unbedingt mit Antivirus Software geschützt werden.
Häufig erreicht Malware über Mailanhänge Ihren Rechner und Ihr lokales Netzwerk. Das Öffnen dieser, an Emails angehängten Dateien etabliert den Virus. Ohne entsprechenden Virenschutz kann es in der Folge zu schweren Schäden am PC oder Server kommen. Sichern Sie deshalb Ihre Computer konsequent mit Antivirus Software.
Regelmäßige Systemüberprüfungen durch Ihre Virenschutz Software schützen Sie auch vor Infizierungen, die über schadhafte Dateien auf CD-ROMs oder installierte Anwendungen auf Server oder PC hervorgerufen wurden.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Virenangriffs auf meinen Rechner?
Die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit Ihres Rechners ist sehr hoch. Ohne entsprechende Security Maßnahmen muss man von einer Infizierung durch Viren unbedingt ausgehen. Zu viele Gefahren aus dem Internet bedrohen die Sicherheit von lokalen Netzwerken und Einzel-PCs.
Ein 'erfolgreicher' Virus verbreitet sich innerhalb nur einer Woche auf circa 4 Millionen Rechnern weltweit. Besonders spektakuläre Exemplare bringen es auf deutlich höhere Infektionsraten.
Die weltweite Internet Security wird ständig von Tausenden Malware Programmen gefährdet. Setzen Sie deshalb auf Sicherheit und schützen Sie Ihre Daten durch effiziente Security Lösungen.
Verbreitet mein Rechner auch Viren?
Durch mangelnde Internetsicherheit aber auch durch ungeprüfte Datei- und Sicherungskopien auf Speichermedien kann sich ein Virus leicht verbreiten. So kann auch Ihr Rechner zur Quelle für Viren werden.
Besonders gefährlich sind dabei Makroviren, die sich selbständig und unbemerkt an sämtliche Kontakte aus Ihrem Outlookadressbuch versenden. Ohne entsprechende Maßnahmen zur Internetsicherheit gefährden diese Viren Rechner und Netzwerke Ihrer Bekannten und Geschäftspartner.
Internetsicherheit beginnt auf Ihrem Computer, denn jeder Teilnehmer am World Wide Web trägt Verantwortung für die Bekämpfung von Viren und anderen Bedrohungen im Netz. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Rechner nicht zur Durchreiche für das nächste gefährliche Virus wird.
Verbreitet mein Rechner auch Viren?
Sie möchten sich genau über aktuelle Bedrohungen der Internetsicherheit informieren? Kaspersky Lab bietet ein umfangreiches Virus-Lexikon an, das Ihnen wesentliche Informationen rund um Internetsicherheit und neueste Viren liefert.
Sie erreichen dieses Lexikon unter: http://www.viruslist.com/de/viruses/encyclopedia.
Dort finden Sie neben Beschreibungen verschiedener Viren auch Infos zu Methoden, wie Sie der Bedrohung durch Schadsoftware begegnen können, und eine TOP 20 Liste der momentan aktivsten Viren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Virus und einem Wurm?
Ein Virus ist ein Programm, das sich vervielfältigt. Das bedeutet, es breitet sich von Datei zu Datei auf Ihrem System und von einem zum anderen PC aus. Viren können auch dazu programmiert werden, Daten zu beschädigen oder zu löschen.
Würmer werden in der Regel als Untergruppe der Viren betrachtet. Allerdings gibt es wichtige Unterschiede. Ein Wurm ist ein Computerprogramm, welches sich vervielfältigt. Dabei infiziert es aber keine anderen Dateien. Stattdessen installiert es sich einmal auf einem Computer und sucht dann nach einer Möglichkeit, sich auf andere PCs auszubreiten.
Je länger ein Virus unentdeckt bleibt, desto mehr Dateien werden auf dem jeweiligen PC infiziert. Würmer hingegen sind in der Regel nur einmal vorhanden. Im Unterschied zum Virus ist ein Wurm autonom, also eine eigenständige Datei, währenddessen ein Virus aus Programmcode besteht, welcher sich an bestehende Dateien anhängt.
Was ist ein Rootkit?
Dieser Begriff beschreibt eine Sammlung von Programmen, welche von einem Hacker benutzt werden, um unerlaubten Zugang zu einem Computer zu erlangen. Der Name stammt ursprünglich aus der Unix-Welt, wird aber seither benutzt, um die Techniken von Trojaner-Programmierern für Windows-Systeme zu umschreiben, mithilfe derer sie ihre Spuren verwischen. Rootkits werden immer häufiger als Tarnung für Trojaner verwendet. Einmal auf dem System installiert, sind Rootkits nicht nur unsichtbar für Nutzer, sondern entziehen sich auch der Erkennung durch Sicherheitssoftware. Da sich viele Nutzer auf Ihrem PC mit dem Administrator-Zugang einloggen statt einen separaten Zugang mit eingeschränkten Rechten zu nutzen, ist es für Internetkriminelle leicht, ein Rootkit zu installieren.
Was ist Malware?
Malware - Abkürzung für Malicious Software - ist ein Oberbegriff für alle Softwareprogramme, die dazu bestimmt sind, unerlaubte und oft schädigende Handlungen durchzuführen. Viren, Backdoors, Keylogger, Password-Stealers und andere Trojaner, Word- und Excel-Makro-Viren, Boot-Sektor-Viren, Skript-Viren, Crimeware, Spyware und Adware sind nur einige Beispiele für Malware.
Was ist ein Trojaner, und woher stammt der Begriff?
Der Begriff des Trojaners bezieht sich auf ein hölzernes Pferd, welches die Griechen benutzten, um in das Innere der Stadt Troja zu gelangen und sie damit zu erobern. Die klassische Definition eines Trojaners ist ein Programm, welches eine legitime Software darstellt, die aber nach ihrem Start eine schädliche Handlung ausführt. Trojaner können sich nicht selbständig ausbreiten. Insofern unterscheiden Sie sich von Viren und Würmern.
Heutzutage werden Trojaner meist verdeckt installiert und platzieren ihre bösartige Fracht ohne Ihr Wissen. Der größte Teil aktuell verwendeter Crimeware besteht aus verschiedenen Trojanertypen. Alle von ihnen sind für bestimmte bösartige Handlungen programmiert. Die gebräuchlichsten Trojaner sind so genannte Backdoor-Trojaner. Diese beinhalten oft einen Keylogger. Außerdem gibt es trojanische Spione, Passwort stehlende Trojaner und trojanische Proxys, welche Ihren Computer in eine Spam-Maschine verwandeln.
Was ist ein Keylogger?
Hierbei handelt es sich um Programme, welche jeden Tastendruck des Keyboards aufzeichnen. Auf diese Weise gelangen Hacker an private Informationen wie Login-Details, Passwörter, Kreditkartennummern, PINs usw. Backdoor-Trojaner sind meist mit einem integrierten Keylogger ausgestattet.
Was ist Adware?
Adware ist der Allgemeinbegriff für Programme, welche entweder Werbung wie Pop-up-Banner anzeigen oder Suchergebnisse an bestimmte Werbeseiten verlinken. Adware ist oft Bestandteil von kostenloser Software: Wenn Sie diese Gratis-Programme herunterladen, wird die Adware auf Ihrem System manchmal ohne Ihr Wissen und Ihre Zustimmung installiert. Manchmal lädt ein Trojaner verdeckt Adware von einer Webseite auf Ihren PC und installiert sie dort.
Web-Browser, welche nicht auf dem aktuellsten Stand sind, sind oft anfällig für die Werkzeuge der Hacker (oft als Browser Hijacker bezeichnet), welche Adware auf Ihren Computer laden können. Browser Hijacker sind in der Lage die Einstellungen des Browsers zu verändern, inkorrekt eingegebene oder abgekürzte URLs oder Suchanfragen an eine bestimmte Seite umzuleiten, oder die Homepage-Einstellung zu verändern.
Typischerweise treten Adware-Programme auf dem System nicht in Erscheinung. Sie sind nicht unter Start/Programme gelistet, es gibt keine Programm-Icons im Infobereich und keine Einträge in der Taskleiste. Nur selten findet sich eine Deinstallationsroutine, und Versuche, das Programm manuell vom System zu entfernen, können das ursprüngliche Trägerprogramm beschädigen.
Was ist ein Botnet?
Der Begriff bezeichnet ein Computernetzwerk, welches von Internetkriminellen mithilfe eines Trojaners oder anderer bösartiger Software gesteuert wird.
Was ist Spyware?
Wie der Name andeutet, handelt es sich um Software, welche dazu bestimmt ist, Daten zu erfassen und diese ohne Ihr Wissen und Einverständnis an Dritte weiterzugeben. Solche Programme können Tastenbetätigungen beobachten, private Informationen sammeln (Passwörter, Kreditkartennummern, PIN-Nummern, E-Mail-Adressen usw.) und Browsergewohnheiten aufzeichnen. Zusätzlich dazu hat Spyware unweigerlich Einfluss auf die Leistungsfähigkeit Ihres Computers.
Was ist ein Drive-by-Download?
Bei einem Drive-by-Download wird Ihr Computer durch den bloßen Besuch einer Webseite mit bösartigem Code infiziert. Internetkriminelle durchkämmen das Internet auf der Suche nach anfälligen Servern, die gehackt werden können. Auf solchen Servern können Internetkriminelle ihren bösartigen Code einschleusen (oft in Form eines bösartigen Skripts) und auf Webseiten platzieren. Wenn Ihr Betriebssystem oder Ihre Applikationen nicht auf dem neuesten Stand sind, wird das bösartige Programm automatisch auf Ihren Computer geladen, wenn Sie die entsprechende Webseite besuchen.
Was sind DoS- und DDoS-Attacken?
Eine DoS-Attacke (Denial of Service) zielt auf die Behinderung oder das Ausschalten der normalen Funktion eines Servers, beispielsweise den einer Website. Hacker haben mehrere Möglichkeiten, dies zu erreichen. Eine gebräuchliche Methode ist, einen Server mit mehr Anfragen (Requests) zu konfrontieren, als dieser verarbeiten kann. Dadurch läuft der Server wesentlich langsamer, und das Laden der Webseiten dauert länger. Im Extremfall kann der Server vollständig offline gehen und die Website völlig zum Erliegen bringen.
Eine DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) unterscheidet sich nur insofern, als dass sie von mehreren PCs gleichzeitig ausgeführt wird. Der Hacker nutzt normalerweise ein befallenes System als Master und koordiniert den Angriff über andere, so genannte Zombie-Systeme. Sowohl bei Master- als auch Zombie-Systemen werden normalerweise verwundbare Stellen in einer der laufenden Applikationen ausgenutzt, um einen Trojaner oder andere bösartige Software zu installieren.
Was ist Phishing?
Phishing ist eine sehr spezifische Art von Internetkriminalität, welche Sie dazu bringen soll, private finanzielle Informationen preis zu geben. Internetkriminelle erschaffen dafür eine falsche Webseite, welche einer richtigen Webseite einer Bank, eines Online-Auktionshauses oder ähnlichem nachempfunden wurde. Dann werden Sie dazu gebracht, auf diese Webseite zu gehen und Ihre privaten Daten wie Login, Passwort oder PIN einzugeben. Typischerweise versenden Internetkriminelle eine Vielzahl von E-Mails mit Hyperlinks zu diesen gefälschten Seiten.
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