| |
 100.000 Daten gestohlen
Einer Hacker-Gruppe ist es gelungen, die Daten von über 100.000 iPad-Besitzern in den USA zu klauen und zu veröffentlichen. Dabei wurde eine Sicherheitslücke ausgenutzt. Die Hackergruppe "Goatsee Security" gelangte über eine Sicherheitslücke im AT&T-Netzwerk an die Daten der iPad-Besitzer, sorgte zunächst für die Veröffentlichung der insgesamt 114.067 Mail-Adressen mit dazugehöriger ICC-ID der iPad-Besitzer auf Gawker.com und meldete anschließend die Sicherheitslücke bei AT&T einem amerikanischen Mobilfunkanbieter.
Den gesamten Artikel finden Sie unter http://www.viruslist.com/de/news?id=201612876.
|
|
Das kleine Kaspersky-Virenlexikon (Folge 2): Anfänge und frühe Konzepte
In der Kreidezeit der Computertechnik waren Computer mächtige Ungetüme, die nur Wissenschaftlern und sehr großen Firmen zur Verfügung standen. Die Rechenleistung konnte zwar nicht mit der eines aktuellen Videorekorders mithalten, dennoch wurden hier die Grundsteine für die Computertechnik gelegt, wie wir sie heute kennen. Viele Ideen kamen über das Papierstadium nicht hinaus. So hatte John von Neumann schon Mitte der vierziger Jahre theoretische Vorarbeiten zu sich selbst reproduzierenden Programmen geleistet, auch wenn an die Umsetzung zu der Zeit noch nicht zu denken war. 1959 veröffentlichte der britische Mathematiker Lionel Penrose einen Artikel über automatische Selbst-Replizierung in der Zeitschrift "Scientific American". Seine "virtuellen"
Geschöpfe konnten sich vervielfältigen, verändern und andere Programme angreifen. Kurz danach verwirklichte Frederick G. Stahl das Modell von Penrose auf einem IBM-650-Computer.
Von Viren und Würmern konnte man damals noch nicht sprechen, der Begriff selbst tauchte erst viel später auf. Den Entwicklern ging es um Konzepte, sie versuchten schon damals, der Maschine so etwas wie Intelligenz einzuhauchen. Dazu gehörte 1962 auch "Darwin", der Vorläufer des Spiels "Core Wars". Darwin wurde von drei Ingenieuren der Bell Telephone Laboraties entwickelt, Victor Vyssotsky, Doug McIlroy und Robert Morris Senior. Darwin fand - ebenso wie sein Nachfolger Core Wares - auf einem virtuellen Schlachtfeld im Speicher des Computers statt. Die Mitspieler entwarfen simple Programme mit einer vereinfachten Programmiersprache. Die Programme konnten sich
vervielfältigen,
andere Programme aufspüren und vernichten. Ziel war es, das Schlachtfeld unter Kontrolle zu bringen.
Langsam näherten sich die Ideen und Konzepte dem an, was heute als Virus bekannt ist. Veith Risak veröffentlichte 1972 einen Artikel über selbstreproduzierende Automaten. Das darin beschriebene Programm hatte bereits sehr deutliche Anklänge an moderne Viren. Es wurde kurz danach auf einem Großrechner von Siemens programmiert und funktionierte problemlos.
In der nächsten Folge erfahren Sie alles über die unterschiedlichen Begriffe "Viren", "Trojaner" und "Würmer" und deren Entstehung.
Feedback
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Kaspersky Lab-Newsletter. Zur Umfrage
|
|
|