Ende September fand in einem der wichtigsten technologischen Zentern der Volksrepublik China, der Stadt Tianjin, die riesige, alljährliche nationale Konferenz über die Gefahren durch Viren und die Entwicklung effizienter Schutzmethoden statt. An dieser Konferenz nahm dieses Jahr zum ersten Mal auch Kaspersky Labs teil.
Es ist allgemein bekannt, dass China in der Weltwirtschaft eine führende Rolle einnimmt: Innerhalb der letzten zehn Jahre ist das Bruttoinlandprodukt Chinas um mehr als das Dreifache angestiegen und beträgt zur Zeit ungefähr eineinhalb Billionen US Dollar. Das schnelle Wachstum der chinesischen Wirtschaft geht einher mit einem ebenso schnellen Wachstum im IT-Bereich. Es ist klar, dass die Entwicklung des IT-Bereichs ohne Informationsschutz-Systeme, insbesondere Antiviren-Programme undenkbar ist. Ohne Schutz riskieren computerisierte Unternehmen und Organisationen zu leichten Opfern von Hacker und Viren-Entwickler zu werden. Auch die chinesische Regierung sieht die Notwendigkeit wirksamer Mittel zum Informationsschutz: Unter den Konferenzteilnehmern befanden sich auch hochrangige Beamte aus dem chinesischen Innenministerium und dem Ministerium für Informationstechnologien, regionale Leiter des Büros für nationale Sicherheit und ander offizielle Vertreter.
Der hohe Rang vieler Konferenzteilnehmer brachte hohe Anforderungen an die Refernten mit sich: Kaspersky Labs wurde von seiner CEO Natalja Kaspersky vorgestellt, welche einen Vortrag über die aktuellen Gefahren für die Informationssysteme des Unternehmens und die Technologien zu Schutz der Daten hielt. Die Zuhörer hat v.a. die Ankündigung neuer Entwicklungen durch Kaspersky Labs, insbesondere des Personal Firewalls, Kaspersky Anti-Hacker, interessiert.
In China wird der Antiviren-Schutz im Unterschied zu den meisten anderen Ländern durch den Staat geregelt. Dafür wurde eine spezielle Polizeieinheit geschaffen. Die Produkte und Technologien von Kaspersky Labs sind auf dem chinesischen Markt bereits bekannt und geschätzt. Kaspersky Labs ist eines von drei ausländischen Unternehmen, die vom Expertenteam der Staatlichen Antiviren-Polizei zur Zusammenarbeit eingeladen worden sind.
"China schreitet mit Siebenmeilenschritten voran. Experten schätzen den Umsatz des chinesischen Antiviren-Markts auf 60 bis 80 Millionen US Dollar ein, wobei eine klare Wachstumstendenz vorliegt," erklärt Natalja Kaspersky. "Die großen Perspektiven des Markts beruhen auf ein noch nie dagewesenes Wachstum und die große Nachfrage bestimmt unsere Absichten bezüglich des chinesischen Marktes."
Bereits jetzt hat Kaspersky Labs mit der Zertifizierung seiner Produkte begonnen, was für die Tätigkeit auf dem chinesischen Antiviren-Markt eine Notwendigkeit ist. Auf Ende 2002/ Anfang 2003 plant Kaspersky Labs die Eröffnung einer offiziellen Vertretung in Peking, welche das Geschäft in China vorantreiben wird. Zu den wichtigsten Usern von Kaspersky Labs in China werden Großunternehmen und KMUs gehören.