Würmer dringen in KaZaA ein


Würmer dringen in KaZaA ein

Das Daten-Umtauschnetz KaZaA wird zu neuem Opfer der Übeltäter

Kaspersky Labs, eine internationale Software-Schmiede im Bereich Datensicherheit, warnt vor einem neuen Netz-Wurm 'Worm.Kazaa.Benjamin', dem ersten Schädling, der sich im Daten-Umtauschnetz KaZaA verbreitet.

Das KaZaA-Netz ist eines der populärsten Systeme des gegenseitigen Daten-Umtauschs, die nach der 'Peer-to-Peer'-Technologie (P2P) funktionieren. Zehner Millionen User weltweit nutzen dieses Netz aktiv aus. Es lässt ihnen die für sie interessanten Dateien schnell zu finden und anderen Benutzern einen Zugriff auf Daten an ihren Computern zu erlauben.

An infizierten Computern schafft 'Benjamin' ein Verzeichnis, das für andere KaZaA-Teilnehmer zugänglich ist, und verschickt dorthin regelmäßig seine Kopien mit verschiedenen Namen. Die Namenzahl beläuft sich auf einige Tausende. Wenn ein anderer Netz-User nach einer Datei mit einem Namen sucht, der einem der Wurm-"Decknamen" entspricht, wird es ihm vorgeschlagen, diese falsche Datei von verseuchten Computer herunterzuladen. Auf solche Weise verbreitet 'Benjamin' im KaZaA-Netz.

Außer dem Verschlingen des freien Laufwerk-Speichers öffnet der Wurm vom Namen des Benutzers des infizierten Computers eine anonyme Web-Seite und zeigt Werbe-Banner. Und so erhält der 'Benjamin'-Autor Geld für fingierte Werbung-Schau.

'Benjamin' ist kein erster bekannter Wurm, der öffentliche Datei-Umtauschbetze sowie P2P-Technologie ausnutzt. Früher ist auch das Gnutella-Netz zum Opfer worden.

"Dieser Fall beweist nochmals die Notwendigkeit, alle Dateien auf Viren zu filtern, die von außen an ein Computer geraten, unabhängig davon, wie gut die oder jene Netze geschutzt sind. Vor dem Nutzen müssen Dateien unbedingt auf Viren mit Hilfe eines Antiviren-Programms mit letzten Datenbank-Updates geprüft werden ", erläutert Denis Zenkin, Pressesprecher bei Kaspersky Labs.

Die Schutz-Maßnahmen gegen 'Benjamin' wurden bereits der Kaspersky Anti-Virus-Datenbank hinzugefügt.

Eine nähere Beschreibung dieses Schädlings finden Sie im Kaspersky Viren-Lexikon.

18.05.2002