Kaspersky Lab stellt Beta-Version von Kaspersky Anti-Virus für SMTP- Gateways vor
Kaspersky Lab, eine internationale Softwareschmiede im Bereich Datensicherheit, stellt seine Beta-Version von Kaspersky Anti-Virus für SMTP- Gateways vor. Die neue Software ermöglicht es, eMails unabhängig vom Typ des Mail-Servers an zentraler Stelle auf das Vorhandensein von Viren zu prüfen.
Heutzutage stellt eMail eine Hauptquelle für Infektionen mit Viren und Malware dar. Letzten Erhebungen zufolge erfolgen mehr als 80% aller Infektionen auf diesem Wege. Daher stellt die Installation eines zuverlässigen Antiviren-Programms auf dem Mail-Server die wichtigste vorbeugende Maßnahme dar, um Unternehmens-Netzwerke zu schützen. Die Antiviren-Software entfernt eventuell vorhandene Malware aus den eMails und beugt der Zustellung von infizierten eMails auf die Client-Rechner und einem weiteren Versand vor.
Jede Organisation hat ihre Eigenheiten. Von diesen Eigenarten hängen auch Anforderungen ab, die an das Computer-Netzwerk gestellt werden. Für jede Anforderung wiederum gibt es effektive Mittel, um das jeweils gesteckte Ziel zu erreichen. Deshalb gibt es eine Vielzahl von Mail-Server-Programmen, die alle adäquaten Antiviren-Schutz benötigen. Aber es ist unmöglich, spezielle Antiviren-Programme für jeden der Hunderte Mail-Server zu entwickeln. Die Lösung für dieses Problem besteht in der Prüfung der eMails, bevor sie zum Mail-Server gelangen. Die effektivste Methode ist in diesem Fall eine Filterung auf Ebene des SMTP- Protokolls.
Kaspersky Anti-Virus(tm) für SMTP-Gateways ist eine Software, die den gesamten ein- und ausgehenden SMTP-Traffic auf Viren prüft. Sie wird zwischen der Umgebung außerhalb und dem Mail-Server innerhalb des Unternehmens installiert und entfernt schädliche Codes aller Art aus den Datenströmen. Weiter beugt sie DoS-Angriffen über das SMTP-Protokoll vor. Alle Teile der eMails werden dabei geprüft: Angehängte Dateien (inklusive komprimierten und gepackten), der Body der Nachricht und auch weitere Nachrichten beliebiger Verschachtelungstiefe. In Kaspersky Anti-Virus ist auch ein System zur heuristischen Analyse integriert, das sogar gegen unbekannte Viren schützt, sowie eine HTML-basierte Management-Konsole zur Fernsteuerung, Module für automatisches Herunterladen von Updates der Antiviren-Datenbank und ein Modul zur Erzeugung statistischer Berichte.
Je nach den Einstellungen können die infizierten eMails für alle eMail-Accounts wahlweise gesperrt (Quarantänefunktion), entfernt, oder ignoriert werden. In all diesen Fällen können sowohl der Systemadministrator als auch der Absender und der Empfänger per eMail Mitteilungen über die Entdeckung einer infizierten Nachricht erhalten.
"Die Funktionsweise auf der SMTP-Protokollebene macht Kaspersky Anti-Virus zu einem universellen und hochwirksamen Mittel für den Antiviren-Schutz bei eMails. Das Programm kann vor jeden Mail-Server geschaltet werden und ist nicht von dessen Einschränkungen abhängig. Es ist durch hohe Leistungsfähigkeit gekennzeichnet und erfordert keine so hohen Ausgaben wie Antiviren-Module für Firewalls. Außerdem beeinträchtigt ein solches Schutzsystem nicht die allgemeine Fehlertoleranz des Netzwerks und erfordert keine Rekonfigurierung eines Mail-Servers ", erläutert Michael Kalinitschenko, technischer Direktor bei Kaspersky Lab.
Die aktuelle Kaspersky Anti-Virus Version kann auf SMTP-Gateways unter Linux eingesetzt werden. Künftige Versionen werden auch FreeBSD und OpenBSD laufen. Kaspersky Lab plant auch, die Verarbeitungsmöglichkeiten des SMTP-Protokolls noch zu erweitern. Insbesondere werden künftige Versionen über ein Feature verfügen, das die Integration zusätzlicher Programme zur SMTP-Verarbeitung ermöglicht. Dies sind beispielsweise: Inhaltsfilterungssysteme, Backup-Systeme, Schutzsysteme gegen Spam, Kryptographiesysteme, Behavior Blocking etc.
Die Vollversion des Produkts wird vermutlich Oktober 2001 produziert.
Kaspersky Lab lädt alle Interessierten dazu ein, am Kaspersky Anti-Virus Test für SMTP-Gateways teilzunehmen. Bitte schicken Sie Ihre Anmeldungen per eMail an: kostya@kaspersky.com