Hilfe, ich werde im Web gemobbt!

05. Februar 2013
Allgemeine Informationen

Safer Internet Day 2013: Kaspersky-Anti-Mobbing-Tipps für Eltern und Jugendliche

Moskau/Ingolstadt, 4. Februar 2013 - Der Safer Internet Day 2013 [1] findet in diesem Jahr am 5. Februar unter dem Motto 'Online Rights and Responsibilities' statt. Der IT-Sicherheitsexperte Kaspersky Lab greift das Thema Verantwortung im Netz auf und gibt Eltern und Jugendlichen Tipps, wie sie sich vor Cyber-Mobbing schützen, und was zu tun ist, wenn man bereits gemobbt wird.

Während noch vor ein paar Jahren der Streit zwischen Jugendlichen direkt auf dem Schulhof ausgetragen wurde, verlagern sich Zwist und Mobbing unter Teenagern heutzutage in Soziale Netzwerke wie Facebook & Co. Besorgniserregend ist, dass laut einer EU-Studie unter 14- bis 17-Jährigen [2] mehr als jeder fünfte Jugendliche (21,9 Prozent) schon einmal Opfer von sogenanntem Cyber-Mobbing geworden ist. Cyber-Mobbing sollte keinesfalls als Lappalie abgetan werden. Mehr als die Hälfte der Betroffenen (53,5 Prozent) gibt an, dass sie das Mobbing im Internet als negativ empfunden hat. Interessant dabei ist, dass zwar Mädchen und Jungen Opfer von Cyber-Mobbing werden, Mädchen aber häufiger betroffen sind.

Das Internet bietet Anwendern umfangreiche Möglichkeiten, Fotos und Videos oder auch nur Kommentare zu teilen. Dadurch erhält Cyber-Mobbing eine ganz andere Dynamik als früher in der Schule. Zudem sind die Beleidigungen lange im Internet zu finden, auch wenn der Ärger dann längst verflogen ist.

Der IT-Sicherheitsexperte Kaspersky Lab gibt Eltern und Jugendlichen Tipps, wie sie sich vor Cyber-Mobbing schützen und was sie tun können, wenn man bereits im Web diffamiert wird.

So schützen sich Jugendliche

  • Mit persönlichen Daten sparen: Eine Grundregel im Internet lautet, dass man mit der Eingabe persönlicher Daten sparsam sein sollte. Warum? Oft lassen sich einzelne Info-Häppchen geschickt verknüpfen und daraus entsteht ein perfektes Opferprofil. Handynummer, Adresse, Schule oder Passwörter gehören also nicht auf Facebook.
  • Nicht unüberlegt posten: Viele Internetstreitereien entstehen, weil man gerade seinem Ärger Luft machen will und unüberlegt etwas postet. Das Problem: Das Posting ist anschließend lange im Netz auffindbar. Daher sollte man immer erst überlegen, was man mit einem Posting anrichten kann, und erst dann veröffentlichen.
  • Mobbing ist tabu: Wer selbst nicht gemobbt werden will, sollte auch andere nicht im Internet beleidigen.
  • Hilfe holen: Wer mitbekommt, dass ein anderer im Internet gemobbt wird, sollte helfen und nicht wegsehen. Dabei geht es nicht darum, den Helden zu spielen, sondern Lehrer oder Eltern auf den Sachverhalt aufmerksam zu machen.

Das können Eltern tun

  • Kurzen Dienstweg versuchen: Eltern sollten immer versuchen, ein klärendes Gespräch zu führen. Wenn Vater A mit Vater B spricht, lassen sich viele Unstimmigkeiten ganz einfach aus der Welt räumen.
  • Schnell reagieren: Eltern sollten das Problem nicht auf die lange Bank schieben. Je länger man wartet, desto weiter können sich beispielsweise Gerüchte oder Fotos verbreiten.
  • Informationen sammeln: Immer so viele Fakten wie möglich festhalten, etwa über Täter und Plattform. Als Beweise dienen Screenshots.
  • Betreiber informieren: Leider gibt es kein einheitliches Vorgehen bei den verschiedenen Sozialen Netzwerken, wie sie mit Cyber-Mobbing umgehen. Bei Facebook kann man beispielsweise Personen melden, von denen man belästigt wird. Ein Team von Facebook prüft dann, ob ein Verstoß vorliegt oder nicht.
  • Anzeige erstatten: Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollte man bei massiven Beleidigungen oder Drohungen eine Strafanzeige erwägen.

Einen Hintergrundtext zum Thema 'Die richtige Dosis Daten bei Facebook & Co' sowie Bildmaterial sind unter http://newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/die-richtige-dosis-daten-bei-facebook-co verfügbar.

[1] www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/safer-internet-day/sid-2013/

[2] www.eunetadb.eu/files/docs/FinalResearchInternet.pdf

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