Eugene Kaspersky begrüßt EU-Pläne zur Bekämpfung von Cyberkriminalität

06. April 2012
Viren-News

Diese Woche kündigte die Europäische Union die Bildung eines Einsatzzentrums gegen Cyberkriminalität an. Die Pläne sehen vor, Hacker-Attacken EU-weit künftig härter zu bestrafen [1]. Eugene Kaspersky, CEO und Mitgründer von Kaspersky Lab, begrüßt den politischen Vorstoß der Europäischen Union: „Diese Initiative ist ein elementarer Baustein bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität, der seit Jahren fehlt, obwohl unser Leben immer mobiler, vernetzter und digitaler wird.“ Im Kampf gegen das internationale Cyberverbrechen nehmen nach Meinung von Kaspersky derzeit zwei Organisationen eine Führungsrolle ein: Die ATU (Action Against Terrorism Unit), eine Abteilung der Vereinten Nationen, und Interpol, die die Eröffnung eines Büros der Abteilung Cyber Interpol in Singapur im Jahr 2014 planen.

„Wir haben aktuell die dritte Phase bei der Entwicklung des Internets erreicht, die Stufe der ,Regulierung‘. Begonnen hat alles mit der Zeit der ,Innovationen‘, die dann vom Zeitalter der ,Zwischenfälle‘ abgelöst wurde“, so Eugene Kaspersky. „Natürlich sind wir aktuell noch im Bereich der Zwischenfälle, allerdings beschäftigt uns auch zunehmend das Thema Internetregulierung, auch wenn wir uns noch in den Anfängen befinden. Vielen Länder haben bereits CERT-Abteilungen (Computer Emergency Response Teams) und Cybercrime-Gesetze eingeführt. Allerdings fehlt es vielen Gesetzesinitiativen an Geldmitteln und Ressourcen.“

Laut Kaspersky könne der Kampf gegen Cyberkriminalität heutzutage allerdings nicht mehr über einzelne Einheiten geführt werden. Cyberkriminalität sei nicht an geografische Grenzen gebunden. Dies bedeute, dass Angreifer ihre Opfer von überall auf der Welt attackieren können. Im Gegenzug können politische Behörden juristisch nur begrenzt handeln und daher keine grenzüberschreitenden Untersuchungen einleiten. Daher sollten sie mit ihren Kollegen aus anderen Ländern zusammenarbeiten können.

Kaspersky Lab kooperiert bereits mit der Organisation IMPACT (International Multilateral Partnership Against Cyber Threats), dem Exekutiv-Organ im Bereich Cybersecurity der International Telecommunication Union der Vereinten Nationen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Kooperationen am besten im Kampf gegen Cyberkriminalität funktionieren. Mit unserem technischen Fachwissen können wir wichtige Informationen über verbreitete und gefährliche Schadprogramme bieten, die die IMPACT bei ihren aktuellen gesetzlichen Untersuchungen unterstützen. So war es zum Beispiel möglich, einen aktuellen Betrugsfall innerhalb von zwei Monaten zu lösen und die Verbrecher dahinter zu enttarnen. Natürlich wird man Cyberkriminalität nie zu hundert Prozent eindämmen können. Allerdings erschweren alle Organisationen und Initiativen gegen Cybercrime das Leben der Kriminellen und erhöhen das Risiko bei Cybervergehen ertappt zu werden, was ich absolut gut heiße.“

Für Journalisten und Redakteure hat Kaspersky Lab einen Newsroom eingerichtet. Unter http://newsroom.kaspersky.eu finden Sie alle aktuellen Unternehmens- und Hintergrundinformationen inklusive Audio-, Video- und Bilddateien.


[1] Quelle: www.heise.de

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