Das vor zwei Wochen von Kaspersky Lab entdeckte Miner-Botnetz ist erneut aktiv. Nachdem das Botnetz, das bisher deutsche Pizza-Lieferdienste und Immobilienportale attackiert hat, seit Freitag inaktiv war, werden seit gestern 360 neue Ziele in Deutschland mit Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) angegriffen.
Unter den nun attackierten Zielen befinden sich neben Universitäten, großen Firmen und privaten Seiten auch die Deutsche Bundesbank und der Bundesgerichtshof. „Über die Motivation hinter diesen Angriffen ist nach wie vor nichts bekannt“, so Tillmann Werner, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Mit dem Ausmaß des Angriffs und dem eindeutigen Fokus auf Deutschland hat der Fall aber eine klare politische Komponente. Darauf sollte auch von offizieller Stelle reagiert werden.“
Kaspersky Lab hat bereits eine Methode entwickelt, um die Wucht der Attacke auf angegriffene Systeme abzuschwächen und angreifende Systeme zu identifizieren. Betroffene Firmen können sich unter kaspersky@essentialmedia.de bei Kaspersky Lab melden und erhalten kostenlose Unterstützung bei der Umsetzung der Methode.
Bereits vor zwei Wochen identifizierte Kaspersky Lab 31 Angriffe durch das Miner-Botnetz auf deutsche und zwei Attacken auf österreichische Seiten, die es auf Immobilienportale oder Seiten aus der Lebensmittelbranche, etwa Pizza-Bestelldienste, abgesehen hatten [1]. Gleichzeitig attackiert Miner aber auch Dienstleister, die Lösungen zur DDoS-Abwehr anbieten. Kaspersky Lab geht davon aus, dass es sich hierbei um eine Reaktion der Botnetz-Betreiber auf die Gegenmaßnahmen ihrer Opfer handelt.
[1] siehe auch: http://newsroom.kaspersky.eu/
Für Journalisten und Redakteure hat Kaspersky Lab einen Newsroom eingerichtet. Unter http://newsroom.kaspersky.eu finden Sie alle aktuellen Unternehmens- und Hintergrundinformationen inklusive Audio-, Video- und Bilddateien.