Kaspersky Lab veröffentlicht Quartalsanalyse: Spam-Aufkommen im zweiten Quartal 2008 rückläufig


Kaspersky Lab veröffentlicht Quartalsanalyse: Spam-Aufkommen im zweiten Quartal 2008 rückläufig

Noch im ersten Quartal dieses Jahres konstatierten die Experten von Kaspersky Lab einen massiven Anstieg des Spam-Aufkommens. In der jetzt auf www.viruslist.de bereitgestellten Analyse konnten die Senior-Spam-Analystin Darya Gudkova und der Virenanalyst Denis Maslennikov hier einen deutlichen Rückgang feststellen. Im Vergleich zum ersten Quartal sank der Spam-Anteil im E-Mail-Traffic um 5,5 Prozent und betrug durchschnittlich 82,5 Prozent. Damit bewahrheitet sich die Prognose des russischen IT-Sicherheitsexperten nach einem saisonalen Rückgang der anteiligen Spam-Werte.

Bei der thematischen Verteilung von Spam gab es keine wesentlichen Veränderungen, jedoch bei der Kategorisierung. Englischsprachige Werbung für Kopien hochwertiger Uhren gibt es zwar im Spam schon lange - im Runet, dem russischen Internet, jedoch war sie bis dato ziemlich selten. Mit dem Auftauchen eines ähnlichen Geschäftsmodells in Russland wuchs der Anteil entsprechenden Spams in russischer Sprache derartig, dass Kaspersky Lab im März 2008 den Spam-Kategorien eine weitere hinzufügen musste. „Fälschungen hochwertiger Waren“ landete gemäß den Quartalsergebnissen mit einem Wert von 11,3 Prozent gleich auf dem dritten Platz. Der permanente Spitzenreiter der im Spam genutzten Themen – die Rubrik „Gesundheit und Medikamente“ – blieb trotz kleiner Verluste auf dem Rang eins.

Das zweite Quartal 2008 läutete eine Pause im Kampf gegen Spam ein. Die Spam-Filter bewältigen größtenteils den Hauptstrom der Müllpost und die Spammer selbst scheinen keine prinzipiell neuen technologischen Lösungen anbieten zu können, die in der Lage wären, Antispam-Lösungen zu umgehen. Dafür hat sich einiges hinsichtlich der Verbreitungskanäle sowie der Qualität des unerwünschten Werbemülls getan. Foren sind schon lange ein Nährbecken für Spammer und auch Spam in sozialen Netzen ist kein Novum mehr. Neu hinzu kamen Office-Web-Anwendungen, wie Google Docs und Blogs von E-Mail-Systemen. Ebenfalls recht intensiv entwickelt sich ICQ-Spam, dessen Inhalte sich mehr und mehr an die Themen von E-Mail-Spam annähern.

Auch wenn die Kaspersky-Experten eine Flaute im Spam-Aufkommen wahrgenommen haben: von Entwarnung kann keine Rede sein. Spam stellt nach wie vor eine ernsthafte Gefahr – besonders für sorglose Nutzer – dar. Im zweiten Quartal 2008 bestach die unerwünschte Werbung weiterhin durch die Vielfalt ihres Inhalts. Für den Herbst sagen die Experten von Kaspersky Lab eine Erhöhung des Spam-Anteils in der elektronischen Post voraus. Bleibt zu hoffen, dass sich die die Anwender weiterhin zuverlässig von einem ordentlichen Spam-Filter vor unerwünschter Werbung schützen lassen.

Die komplette Analyse ist auf www.viruslist.com/de hinterlegt.

31.07.2008