Malware kommt via Massenversand und gefälschter McAfee-Absenderadresse
Kaspersky Lab warnt vor dem Trojaner Trojan-Dropper.MSWord.Lafool.v, der via Spam-Versand mit einer Absenderadresse des Antivirus-Unternehmens McAfee (mcafee@europe.com) verbreitet wird. Der Trojaner ist als Word-Dokument mit dem Namen „McAfee Inc. Reports.doc“ getarnt und hat eine Größe von 80.635 Byte. Das Word-Dokument beinhaltet vorgeblich einen Bericht über die Verbreitung von Schadprogrammen im Internet.
Das Attachment enthält ein Visual Basic-Makro, das sich selbständig entpackt und eine neue Modifikation des bekannten LdPinch-Trojaner-Programms startet. Dieses stiehlt Passwörter für Dienstleistungen und Anwender-Programme, einschließlich AOL Instant Messenger und ICQ sowie persönliche User-Daten. Kaspersky Anti-Virus detektiert die neue Modifikation des Schadprogramms als Trojan-PSW.Win32.LdPinch.bbg.
Der proaktive Schutz in Kaspersky Anti-Virus und Internet Security 6.0 unterbindet die im Folgenden genannten Aktivitäten des Programms:
- Ausführung eines verdächtigen Makro-Befehls
- Sammlung persönlicher Daten
- Start des Internet-Browser
- Versand der gesammelten Daten über den zuvor gestarteten Browser
Kaspersky Lab ist überzeugt davon, dass das Unternehmen McAfee nicht mit dem Versand dieses Trojaners in Zusammenhang steht und die verwendete E-Mail-Adresse mcafee@europe.com gefälscht wurde.
Die Kaspersky-Antivirus-Datenbanken wurden bereits am 31.Oktober um Signaturen gegen Lafool.v ergänzt. Allen Nutzern von Kaspersky Anti-Virus wird empfohlen, ihre Datenbanken zu aktualisieren. Außerdem wird allen Usern empfohlen, mit E-Mails aufmerksam umzugehen und keine elektronische Post mit verdächtigen Anhängen von unbekannten Absendern zu öffnen.
Zusätzliche Informationen sind im Internet auf der www.viruslist.com verfügbar.