Kaspersky Lab war Teilnehmer am ersten Europäischen Spam-Symposium


Kaspersky Lab war Teilnehmer am ersten Europäischen Spam-Symposium

Am 14. Juni fand in Maastricht (Niederlande) das erste EU Spam-Symposium statt. Es nahmen Spam-Experten aus vielen Ländern teil, darunter aus den Niederlanden, Frankreich, Schweiz und den USA. Russland war durch Kaspersky Lab vertreten. Das EU Spam-Symposium ist das erste europäische Symposium, das sich ausschließlich dem Spam-Problem widmete. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Council of European Professional Informatic Societies (CEPIS), einer Vereinigung von professionellen IT-Organisationen aus 32 europäischen Staaten. Zu den Organisatoren des Symposiums gehört die Maastrichter Universität und das Unternehmen SpamExperts, das auf Antispam-Consulting bei der Einführung von Anti-Spam-Lösungen spezialisiert ist.

Diskutiert wurde auf dem Symposium alles, was unmittelbar und mittelbar mit dem weltweitern Spam-Problem zu hat: von Fragen rechtlicher Art bis hin zu technischen Tools zur Analyse von Spam. Hervorzuheben sei der äußerst interessante Vortrag zu Spammer-Tricks im html-Bereich von E-Mails, den John Graham-Cumming, Autor des Personal Antispam-Moduls POPfile sowie Mitbegründer des Unternehmens Electric Cloud hielt.

Die Vertreterin der International Telecommunication Union (ITU), Cristina Bueti, machte auf die Notwendigkeit der Entwicklung eines Gesetzes zur Reglementierung von Werbung über das Internet aufmerksam und will einen engeren Kontakt zwischen den "Anti-Spammern" herstellen. So schlug sie das Führen von Listen zu Spam-Techniken und -Methoden sowie den Austausch von Experten-Meinungen und Analyse-Möglichkeiten vor.

Auch ein Überraschungsgast war geboten: ein rätselhafter Teilnehmer, der mit dem Namen "X-Spammer" (ehemaliger Spammer) vorgestellt wurde, hielt einen Vortrag über Spammer-Gruppierungen, deren Budges, Gewinne und ähnliches am Beispiel des „pharmazeutischen“ Spams (Verkauf von Viagra und anderen potenzhebenden Mitteln). Der ehemalige Spammer bezifferte den Gewinn einer vierköpfigen Spammer-Gruppe, erhalten aus einem Massenversand von 40 Millionen E-Mails, auf $7.690 und bemerkte in diesem Zusammenhang, dass die Verteilung des Gewinns ungleichmäßig erfolgt: Der "Boss" erhält mehr als die anderen.

In praktisch allen Vorträgen unterstrichen die Symposiumteilnehmer, dass Spam bis heute eine der effektivsten Methoden für die Bewerbung eines Produkts sei. Anwender würden auf Spam-Werbung reagieren, solange es einen Spammer-Markt gäbe. Und den würde es immer geben – Spam vollständig zu verbannen sei weder juristisch noch technisch möglich.

Die Spam-Menge kann jedoch auf technologischem Wege reduziert werden. Nach Meinung der Symposium-Teilnehmer sollte die Spambekämpfung zur Aufgabe der Systemadministratoren und Provider gemacht werden, und nicht der Endanwender. Spam sollte also nicht auf der Endanwender-Ebene, sondern auf einer höheren Ebene gefiltert werden.

Nach Worten von Anna Vlasova, Leiter der Spam-Analytiker bei Kaspersky Lab, war das erste EU Spam-Symposium ein Erfolg. "Der Informations- und Meinungsaustausch war für alle Teilnehmer nützlich und interessant. Je enger die Anti-Spammer aus den verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, umso weniger Chancen bleiben den Spammern."

29.06.2006