Kaspersky Lab, ein international führender Experte im Bereich IT-Sicherheit, präsentiert seine Jahresanalyse 2005 zum Thema "Die Entwicklung der Schadprogramme in 2005".
Die Analyseergebnisse basieren auf der Grundlage eines weltweiten Monitorings der aktuellen Virenlage durch die Analytiker bei Kaspersky Lab. Sie umfasst sämtliche Aspekte der Malware-Evolution des vergangenen Jahres und zeigt die wichtigsten Fakten und Tendenzen des kriminellen Computer-Untergrunds auf. Der vorliegende Jahresbericht richtet sich an einen Leserkreis, der sich speziell für die Fragen der IT-Sicherheit interessiert. Eine Besonderheit stellen die zahlreichen Grafiken, Tabellen und anschaulich visualisierten Daten dar, die dem Leser das Verständnis erheblich erleichtern.
Autor des Jahresberichtes, Yury Mashevsky, Viren-Analytiker bei Kaspersky Lab und Doktor der technischen Wissenschaften, macht den Leser auf die enorme Zunahme der Schadprogramme aufmerksam. Die Anzahl der Viren in 2005 wuchs enorm und übertrifft das Vorjahr deutlich. Dies zeugt ebenfalls von einer sehr starken Dynamik der Malware-Entwicklung. Besorgnis ruft bei den Experten die Tatsache hervor, dass die Zunahme der Schadprogramme auf der sich immer weiter entwickelnden Kriminalisierung des Computer-Undergrounds basiert.
Das Streben nach maximalem Profit durch die Verbreitung eines Schadcode hob das Interesse an Trojaner-Programmen aller Typen , da sie für die Umsetzung dieser Ziele am besten geeignet sind. Das für Trojaner typische unbemerkte Eindringen in das attackierte Computersystem macht sie zu einem idealen Instrument, die System-Ressourcen der infizierten Maschine für den Diebstahl vertraulicher Daten und Registrierdaten wie auch anderer sensibler Daten, die einen materiellen Wert darstellen, auszunutzen.
In dem Maße, wie die Bedeutung der Trojaner zunahm, fiel die Popularität der Würmer und Viren. Diese Tendenz ist eine direkte Folge der Kriminalisierung der Virenschreiber, die nun die aufwendige Entwicklung neuer Würmer zurückstellen und stattdessen verstärkt auf die Methode des Massen-Spam-Versands von Trojanern setzen.
Eine weitere Ausrichtung in der Computer-Untergrundszene in 2005 ist - ungeachtet der zunehmenden materiellen Orientierung – die Ausdehnung ihrer Aktivitäten auf neue Plattformen und Betriebssysteme. Dies wird bestätigt durch das Auftauchen neuer Trojaner-Programme für Spielkonsolen wie etwa der Sony Playstation und Nintendo. Zudem werden bereits etablierte Schadprogramme auf neue Systemplattformen, beispielsweise Symbian OS, portiert.
"Die Veränderungen, die wir im letzten Jahr beobachten konnten, werden auf jeden Fall auch 2006 spürbar bleiben", bemerkt Yury Mashevsky in seinem Schlusswort. "Die Entwicklung neuer Technologien und Geräte beeinflusst in gewissem Maße auch die Weiterentwicklung von Viren."
Den Jahresbericht zur Entwicklung der Schadprogramme in 2005 können Sie im Internet auf der Viruslist abrufen. Das Unternehmen genehmigt die Verwendung des Artikels als Informationsgrundlage für die Vorbereitung von Druckmaterialien bei Angabe der Quelle und des Autors.