Anti-Malware- und Antiviren-Software: Was ist der Unterschied? | Kaspersky Lab

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Anti-Malware- und Antiviren-Software: Was ist der Unterschied?

Anti-Malware- und Antiviren-Software: Was ist der Unterschied?

Ihr Computersystem ist unter Umständen eine Ihrer wichtigsten Investitionen, muss also frei von Malware bleiben. Ein Teil des Schutzes Ihrer Computerdateien besteht aus einem guten Virenscan. Doch benötigen Sie auch Anti-Malware-Software? Kurz gesagt: ja – und zwar aus folgendem Grund:

Antiviren- oder Anti-Malware-Software – der wesentliche Unterschied

Bei Antiviren-Software geht es um Vorbeugung. Sie wird verwendet, um zu verhindern, dass Dateien, die Viren enthalten, auf ihren Computer heruntergeladen werden. Außerdem versucht sie, eine Aktivierung des Virus zu verhindern, falls dieser aus irgendeinem Grund auf Ihren Computer heruntergeladen oder im Hauptspeicher bzw. im Dateisystem abgelegt wurde. Wird die virenbehaftete Datei nicht heruntergeladen, kann sie auch keine Probleme verursachen. Und sollte die Datei heruntergeladen werden, aber von Antiviren-Software als Malware erkannt und an der Ausführung gehindert werden, fügt sie Ihrem System keinen Schaden zu – die infizierte Datei muss aber dennoch blockiert und gelöscht werden.

Wenn Anti-Malware-Software aktiviert wird

Nehmen wir an, eine infizierte Datei wird heruntergeladen und ausgeführt, wodurch der Virus aktiviert wird. Dies geschieht normalerweise aus Versehen, z. B. durch Anklicken einer gefährlichen URL oder durch das Öffnen eines mit einem Virus infizierten E-Mail-Anhangs.

Einige Antivirenprogramme verfügen über rudimentäre Tools zum Entfernen aktiver Viren. Hochentwickelte Malware kann sich jedoch im infizierten Computer verstecken, um zu einem späteren Zeitpunkt initiiert zu werden; daher entfernen diese rudimentären Tools die Infektionen möglicherweise nicht vollständig.
Anti-Malware-Software bietet Tools, die speziell dafür entwickelt wurden, Malware aus einem infizierten System zu entfernen, sollte ein Virus aus irgendeinem Grund beim Virenscan nicht entdeckt werden. Zur Malware gehören aktive Viren, blockierte Viren und inaktive Malware, die unter Umständen im infizierten Computer versteckt ist und „lauert“.

Antiviren- und Anti-Malware-Software: intelligente Sicherheit

Zusätzliche Tools zum Entfernen von Malware sind nötig, weil sich Malware verstecken, dann wieder auftauchen, sich vervielfältigen und den Computer neu infizieren kann, selbst wenn ein identifizierter Virus erkannt und vom Antivirenprogramm entfernt wird.
 
Malware kann in zahlreichen Formen existieren, z. B. als Datei, als versteckte Datei oder als teilweise beschädigte Datei. Sie kann die zu ihrer Ausführung nötigen Mechanismen verbergen, etwa als Dienst beim Starten des Systems oder als Registrierungselement. Im schlimmsten Fall arbeitet Malware für Dritte, deren Ziel darin besteht, unbemerkt wertvolle Informationen wie z. B. Bankkontonummern oder persönliche Daten zu stehlen. Bei moderner Malware reicht es in der Regel nicht, nur eine einzige Virendatei zu entfernen. Stattdessen werden eine Suche an mehreren Orten und verschiedene Virenscan-Technologien benötigt, um das Malware-Paket vollständig zu entfernen.

Es gibt eine Reihe kostenloser Antiviren- und kostenloser Malware-Suchprogramme, die einen guten Ausgangspunkt für die Einrichtung einer Heim-Sicherheitslösung für Ihren Computer darstellen. Einige kostenlose Tools können herausfinden, ob Ihr Computer infiziert ist, und einen vollständigen Bericht über die Suchergebnisse erstellen. Unter Umständen entfernen diese Tools gefundene Vireninfektionen jedoch nicht, sodass Sie letzten Endes sowohl Antiviren- als auch Anti-Malware-Software kaufen müssen, um Ihren Computer richtig zu schützen.

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