Phishing-Trend : Daten von Mac-Nutzern beliebt

07. April 2014
Viren-News

Deutsche Mac-Nutzer sind im weltweiten Vergleich am zweithäufigsten von Phishing-Attacken betroffen. Eine aktuelle Kaspersky-Analyse zeigt, dass im Zeitraum November bis Dezember des vergangenen Jahres 2013 11,53 Prozent der weltweiten Phishing-Angriffe auf deutsche Mac-Nutzer entfielen [1].

Weltweit gingen im Untersuchungszeitraum 7,8 Prozent aller Phishing-Alarme der Kaspersky-Virenschutzlösungen auf das Konto von Mac-Nutzern. Davon kam fast die Hälfte der Anwender aus den USA (47,55 Prozent). Deutschland folgt auf dem zweiten Platz (11,53 Prozent) und Großbritannien mit 5,47 Prozent auf Rang drei. Mit 5,14 Prozent liegt die Schweiz im weltweiten Ranking der am häufigsten attackierten Mac-Phishing-Opfer auf dem vierten Rang [2].

38,92 Prozent aller Phishing-Attacken, die Kaspersky Lab bei seinen Kunden mit Apple-Computern abwehren konnte, hatten es zwischen November und Dezember auf Finanzdaten abgesehen – wie zum Beispiel vertrauliche Informationen von Bank- oder Online-Shop-Kunden. Vergleicht man die Gesamtzahl der weltweiten Phishing-Attacken gegen Bank-, Online-Shop- und E-Payment-Kunden unabhängig von der genutzten Plattform, ist hier der Wert im Mac-Bereich um 7,47 Prozentpunkte höher – plattformunabhängig hatten im Jahr 2013 „nur“ 31,45 Prozent der Phishing-Angriffe Finanzdaten im Visier [3]

Beim Phishing stehlen Cyberkriminelle über gefälschte Webseiten, die eine legitime Internetressource imitieren, vertrauliche Nutzerdaten. Gelangen Cyberkriminelle mittels Phishing an vertrauliche Daten wie Online-Banking- oder -Shopping-Passwörter, haben sie freien Zugang zu den betroffenen Accounts.

„Phishing-Attacken sind so beliebt, weil sie einfach in der Durchführung und extrem effektiv sind“, so Sergey Lozhkin, Senior Security Researcher bei Kaspersky Lab. „Auch für erfahrene Internetnutzer sind gut gemachte Betrugsseiten oft schwer zu erkennen. Daher sollten Nutzer auf professionellen Virenschutz setzen.“

Phishing-Schutz fur Mac-Nutzer

Mac-Anwender schützen sich mittels Anti-Phishing-Funktionen, die zum Beispiel bei Kaspersky Internet Security for Mac [4] integriert sind. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Anwender auf täuschend echt aussehenden Seiten von Banken, Online-Shops oder E-Payment-Systemen landen. So tauchte im vergangenen Jahr eine perfekt aussehende deutschsprachige Seite des Online-Versandhändlers Amazon auf, über die Account-Daten von Amazon-Kunden gestohlen wurden [5].

Zudem sollten Mac-Nutzer immer den gesunden Menschenverstand walten lassen und zum Beispiel niemals Links in fragwürdigen E-Mails folgen. Alternativ können Nutzer die URL-Adresse der entsprechenden Webseiten eigenhändig in den Browser eintippen, um festzustellen, ob die Adresse von einer seriösen Quelle stammt oder nicht. Wer trotzdem die Links benutzen möchte, sollte sorgfältig den Inhalt und die Adresse der daraufhin erscheinenden Seite überprüfen.

[1] http://newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/mobile-attacken-deutschland-weltweit-auf-platz-sechs/?no_cache=1&cHash=de788d2dacd53db188ae778636d5fe0a

[2] siehe Grafik : http://newsroom.kaspersky.eu/fileadmin/user_upload/de/Downloads/Pictures_etc._NOT_for_Media_section/Kaspersky-Grafik_Phisihing-Agriffe_Mac-Nzter_nach_Laender.png sowie spezielle Phhising-Pressemitteilung fur die Schweiz : http://newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/cyberkriminelle-sielen-auf-schweizer-bankdaten-ab

[3] http://www.kaspersky.com/de/android-security

[4] http://www.kaspersky.com/de/mac-security

[5] siehe Screenshot : http://newsroom.kaspersky.eu/fileadmin/user_upload/de/Downloads/Pictures_etc._NOT_for_Media_section/Kaspersky_Screens_hot_Amazon_Phishing-Seite.png

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