Soziale Netzwerke gefährlicher als Porno-Seiten

13. März 2012
Viren-News

Dass Menschen viel Zeit in sozialen Netzwerken wie Facebook verbringen, nutzen auch Cyberkriminelle immer mehr aus. Die Masche ist einfach, Angreifer platzieren gezielt schädliche Links bei Facebook & Co., die Nutzer auf verseuchte Webseiten locken sollen. Laut Statistik von Kaspersky Lab steht bereits mehr als jeder fünfte schädliche Link in einem sozialen Netzwerk.

Cyberkriminelle haben ein breites Set an Methoden, um Opfer auf schädliche Webseiten zu locken. Neben dem Manipulieren von Suchergebnissen war im vergangenen Jahr vor allem Spam in sozialen Netzwerken ein großes Thema: 21 Prozent aller schädlichen Links fanden die Kaspersky-Experten in sozialen Netzwerken, allen voran Facebook und dessen russischen Klon VKontakte. Zum Vergleich: Auf nicht jugendfreien Seiten lagen im Jahr 2011 „nur" 14 Prozent der schädlichen Links.

Vorsicht bei YouTube und Co.

Den unrühmlichen ersten Platz in der Kategorie der meisten schädlichen Links nehmen Videosites wie YouTube ein. Jeder dritte schädliche Link (31 Prozent) taucht unter einem Videobeitrag auf. Immer noch ein wichtiger Verbreitungsweg für schädliche Links sind auch Suchmaschinen. Manipulierte Ergebnisse bei Google und anderen Suchmaschinen sind für 22 Prozent aller schädlichen Links verantwortlich.

Marco Preuß, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab, erklärt: „Cyberkriminelle versuchen schnellstmöglich Profit zu machen. Hierzu bedienen sie sich beliebter Plattformen wie Sozialen Netzwerken, um entsprechende Infizierungsraten für ihre Schädlinge – meist Trojaner – zu erhalten.“

Mehr Hintergründe und Details

Mehr Hintergründe, Details und Analysen der IT-Sicherheitslage im Jahr 2011 sowie einen Ausblick auf das Jahr 2012 finden Sie im Kaspersky Security Bulletin 2011 unter www.viruslist.de.

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